Literatur und weiteres
Studien
Vom Rand zur Mitte – Rechtsextreme Einstellungen und ihre Einflussfaktoren in Deutschland
Rechtsextremismus ist kein Phänomen am Rande der Gesellschaft, sondern in der Mitte der Gesellschaft verortet. Er geht quer durch alle Bevölkerungsschichten, Bundesländer, Generationen und Wähler aller Parteien. Deshalb müssen Gegenstrategien sich auch, jedoch nicht nur an Jugendliche richten. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Studie von Elmar Brähler und Oliver Decker von der Uni Leipzig für die Friedrich-Ebert-Stiftung.
Broschüren
Braune Jungs un Nazi-Deerns
Diese Broschüre ist ein Kooperationsprojekt der DGB-Jugend Hamburg mit »avanti – Projekt undogmatische Linke«. Sie entstand im September/Oktober 2007. Felix Krebs ist ein Autor der Broschüre. Seiner Ansicht nach geht die größte Gefahr derzeit von der Hamburger NPD aus. Nach einer Art »Putsch« wurde dort der Neonazi-Anwalt Jürgen Rieger 2007 Vorsitzender des Landesverbands der NPD – einer der »gefährlichsten und gleichzeitig reichsten Neonazis in Deutschland«.
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Projekte und Kampagnen im Norden
KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme pflegt und fördert Kooperationen u.a. mit Schulen, Ausbildungsstätten von Berufsgruppen und mit Einrichtungen der Erwachsenenbildung sowie mit Universitäten und Forschungsinstituten. Einmal jährlich findet auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme ein Workcamp statt, an dem Jugendliche aus der ganzen Welt teilnehmen.
weiterlesen …Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme erinnert seit 1981 am historischen Ort des ehemaligen Konzentrationslagers Neuengamme an die nationalsozialistischen Verbrechen. Im KZ Neuengamme und seinen mehr als 86 Außenlagern waren über 100.000 Menschen inhaftiert, davon kamen mehr als 42.900 ums Leben. Nach Kriegsende als Internierungslager für SS-Angehörige und Funktionsträger des NS-Staates genutzt, richtete die Stadt Hamburg auf dem 57 Hektar großen Gelände später zwei Gefängnisse ein. Auf Druck von KZ-Überlebenden wurden 2003 und 2006 die Gefängnisse verlagert, die nach 1945 errichteten Gebäudeteile abgerissen, das Gesamtgelände an die Gedenkstätte übergeben und umgestaltet. Im Mai 2005 wurde die Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen Häftlingslagers in erweiterter Form als Ausstellungs-, Begegnungs- und Studienzentrum eröffnet.
Heute bietet die KZ-Gedenkstätte Neuengamme umfangreiche Bildungsangebote für interessierte Erwachsene und Jugendliche, aber auch für LehrerInnen und andere MultiplikatorInnen. Die Bildungsangebote reichen von zweistündigen Führungen bis zu vertiefenden Mehrtagesprojekten, Seminaren und Tagungen. Die Relevanz historischen Geschehens zur Zeit des Nationalsozialismus in und für die Gegenwart wahrnehmbar werden zu lassen und die vielfältigen Bezüge historischen Geschehens zur heutigen Lebenswelt zu thematisieren ist ein wesentliches Ziel der historisch-politischen Bildung unserer Gedenkstätte. Die Auseinandersetzung mit NS-Unrecht, mit Demokratie und Menschenrechten soll die Reflexion über individuelle und institutionelle Handlungsspielräume und über Werte und Normen anregen. Fragen der Überlieferung der NS-Vergangenheit in die dritte und vierte Generation hinein, die Vermittlung historischen Geschehens in der Einwanderungsgesellschaft und heutige Formen von Intoleranz, Xenophobie, Rassismus und Antisemitismus werden einbezogen.
ausblendenWeitere Informationen
Web www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de
E-Mail
Dr. Oliver von Wrochem, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum
E-Mail
Der braune Sack
Hinschauen – einmischen! Nazipropaganda gehört in den Müll!
Im Wahljahr 2009 werden auch in Hamburg Neonazis wie die NPD, die DVU sowie Mitglieder der »Freien Kameradschaften« verstärkt auftreten. Dabei verbreiten sie ihre menschenverachtende Politik öffentlich mittels Infoständen, Hauswurfsendungen, Werbespots und Wahlplakaten – allein im letzten Jahr führten NPD und DVU in Hamburg 40 Infostände durch.
Die Neonazis versuchen angesichts von Massenarbeitslosigkeit, sich weit verbreitender Armut und fehlender Perspektive, die Gesellschaft in Deutsche und Nichtdeutsche zu spalten. Ihre Antwort auf die soziale Frage ist Rassismus und Ausgrenzung. Wir wollen das nicht zulassen, sondern gemeinsam mit möglichst vielen Menschen deutlich machen:
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
Aufruf des Hamburger Bündnisses gegen Rechts [0.7mb]
Keine Stimme den Nazis
Das Hamburger Bündnis gegen Rechts arbeitet kontinuierlich seit 2002. Es gibt eine veröffentlichte Arbeitsgrundlage (Hamburger Erklärung gegen Rassismus und Faschismus), die auf der Internetseite des Bündnisses einzusehen ist.
Hier finden Sie darüber hinaus aktuelle Veranstaltungstermine:
keine-stimme-den-nazis.org
Freundschaft macht Schule
Die Altonaer Initiative »Freundschaft macht Schule« führt seit 1991 jährlich Aktions- und Kulturtage durch. Wir wollen Zeichen setzen und Anregung geben für ein freundschaftliches und friedliches Miteinander der Kulturen.
Der Beginn:
Es begann mit dem verbrecherischen Brandanschlag auf ein Heim in Hoyerswerda, in dem Menschen lebten, die vor Krieg, wirtschaftlicher und politischer Bedrückung flohen. Altonaer Schulen taten sich zusammen, um gegen dieses menschenverachtende Verbrechen zu protestieren.
Mehr über Freundschaft mach Schule erfahren Sie hier:
www.freundschaftmachtschule.de/hintergrund
Beratungsteam gegen Rechtsextremismus
Sie haben Hakenkreuzschmierereien gefunden oder antisemitische Parolen gehört? Ihr Kind hat Kontakt zu Neonazis? Sie fühlen sich von Rechtsextremen belästigt oder bedroht? Sie wollen dagegen etwas unternehmen, wissen aber nicht wie? Das Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus und das Mobile Beratungsteam bieten Ihnen Hilfe!
Anlaufstelle für eine Erstberatung
Unter der Telefonnummer (040) 428 63 – 36 25 oder der E-Mail-Adresse erreichen Sie die Anlaufstelle des Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus Hamburg. Ob Sie Beratung wünschen, Unterstützung gegen rechtsextremistische Aktivitäten suchen oder Material für eine konkrete Aktion benötigen, hier wird Ihr Anliegen aufgenommen und Ihnen schnelle Hilfe geboten. Bei akuten Notfällen wenden Sie sich bitte an die Notrufnummer 110.
Mobiles Beratungsteam
Wünschen Sie eine intensivere Beratung oder Unterstützung vor Ort, nimmt ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin des Mobilen Beratungsteams mit Ihnen Kontakt auf und sucht mit Ihnen nach Lösungen. In Frage kommt beispielsweise eine Zusammenarbeit mit Initiativen in Ihrer Nähe oder eine Beratung durch Expertinnen und Experten des Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus. Die Hilfe erfolgt unbürokratisch und kostenlos.
Mehr: www.hamburg.de/gegen-rechtsextremismus
Überregionales
Hier erhalten Sie Informationen über die Aussprache im Bundestag zu dem Thema Rechtsextremismus und damit auch zu dem Bundesprogramm »Vielfalt tut gut«:
Wir möchten Ihnen gerne einen Eindruck vermitteln, wie die Arbeit im Rahmen der Lokalen Aktionspläne und damit in der Säule I des Bundesprogramms durch die Opposition in Berlin wahrgenommen wird. Lesen Sie selbst: eine Rede der Bundestagsabgeordneten Monika Lazar sowie einen kurzen Artikel über beide Veranstaltungen aus der Zeitschrift »Das Parlament«.
Götz Hausding: Neue Strukturen. Rechtsextremismus.
In: Das Parlament. Nr. 9–10 vom 25.2.2008

